Hoch_Leipzig_4 Dezember 1989
04.12.1989. Nach dem Fall der Mauer waren die Demonstrationen zu einer Spielwiese für alle geworden, die Zeit der Marktschreier hatte begonnen. Zum Herausschneiden von Hammer, Zirkel und Ährenkranz gehörte kein Mut mehr, die DDR war am Ende. Das Loch im Fahnentuch war Befreiung und Leerstelle zugleich. Zukunftsvisionen gab es viele, alles schien möglich. ‚Blühende Landschaften‘ waren noch nicht in Sicht. Jedes Mal, wenn ich heute auf der A2 am ehemaligen Grenzübergang Marienborn vorbeifahre, sehe ich die noch vorhandene Betonstele mit dem herausgetrennten DDR-Emblem. Dann kommt mir immer dieses Bild vom Dezember 89 in den Sinn.
TitelLeipzig, 4. Dezember 1989
Künstler*inMatthias Hoch
SammlungEast for the record
Entstehungszeit1989
Beschreibung04.12.1989. Nach dem Fall der Mauer waren die Demonstrationen zu einer Spielwiese für alle geworden, die Zeit der Marktschreier hatte begonnen. Zum Herausschneiden von Hammer, Zirkel und Ährenkranz gehörte kein Mut mehr, die DDR war am Ende. Das Loch im Fahnentuch war Befreiung und Leerstelle zugleich. Zukunftsvisionen gab es viele, alles schien möglich. ‚Blühende Landschaften‘ waren noch nicht in Sicht. Jedes Mal, wenn ich heute auf der A2 am ehemaligen Grenzübergang Marienborn vorbeifahre, sehe ich die noch vorhandene Betonstele mit dem herausgetrennten DDR-Emblem. Dann kommt mir immer dieses Bild vom Dezember 89 in den Sinn.