Malerei & Grafik
Profil

Mit einem besonderen Gespür für die Zeichen der Zeit hat die VNG AG schon in den frühen 1990er Jahren den Grundstein für ihre künstlerische Sammlung gelegt und kann heute auf einen beachtlichen Bestand qualitätvoller künstlerischer Arbeiten verweisen. Die sogenannte „Leipziger Schule“, die ihren Ursprung an der Hochschule für Grafik und Bildkunst Leipzig (HGB) hat, steckte damals noch in den Kinderschuhen und sollte sich erst im Laufe der folgenden Jahre zur Weltmarke entwickeln. Integriert in die Architektur und Ausstattung des Gebäudes von VNG, bilden diese Werke einen repräsentativen Hintergrund und eine kulturvolle Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter des Hauses. Künstlerisch umfasst die derzeitige Sammlung sämtliche Ausdrucksformen und bildnerische Möglichkeiten zeitgenössischer, ostdeutscher Kunst. Hervorzuheben ist außerdem eine kleine Anzahl internationaler Werke. Hierbei handelt es sich insbesondere um Kunst aus den Partnerländern Russland und Norwegen, die die Sammlung zusätzlich aufwerten.

Nach dem ursprünglichen Sammlungsprinzip, farbige Arbeiten auf Papier, eine kleine Werkgruppe oder Serie junger Künstler zu erwerben, wurde der Grundstock für den heutigen Kunstbestand der VNGart gelegt. Später kamen vereinzelt Bilder und Objekte hinzu.

Geschichte

In einer Zeit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen begann die VNG AG sich mit dem Gedanken zu beschäftigen, Fotografien, Malereien und Grafiken zu sammeln. Gemeinsam mit der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) legte das Unternehmen den Grundstein für eine beachtliche Sammlung künstlerischer Werke. Wesentliche Unterstützung erhielt VNG dabei von der damaligen Galeristin und Dozentin Christine Rink, Ehefrau von Arno Rink († 2017), einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten der Leipziger Künstlerschule. Seine Schüler sind es unter anderem, die die Sammlung der Zeitgenössischen Malerei und Grafik prägen: Neo Rauch, Rosa Loy oder Tim Eitel, um nur einige zu nennen. Weltweit sind die Arbeiten unter der sogenannten „(Neuen) Leipziger Schule“ bekannt.

Anspruch

Die Entscheidung zum Sammeln zeitgenössischer sächsischer Kunst signalisiert Innovationsbewusstsein, Aufgeschlossenheit, Modernität und Interesse an unkonventionellen Überlegungen. Dies sind Qualitäten, die heute zu jedem Erscheinungsbild eines gut geführten Unternehmens gehören. Auch die VNG AG identifiziert sich mit diesen Werten.

Zwei Konditionen charakterisieren die Sammlung wesentlich: Erstens, der Erwerb von Werken in bewegter, umgestaltender Zeit. Zweitens, der Ankauf bei sehr jungen Künstlern, die sich inmitten intensiver Wandlungen und am Anfang ihrer Karriere befanden. Gesellschaftliche und individuelle Veränderungen wirken als sich überlagernde, gegenseitig befruchtende Momente, es entstand eine bewegte Mischung mit ausgesprochen transitorischem Charakter. Die Übergänge und Verschiebungen zwischen den Generationen und Jahrzehnten sind gewiss zu komplex, als dass die auf Papierarbeiten konzentrierte Sammlung sie repräsentieren könnte. Doch einige der wesentlichen Ströme und Facetten des angegebenen Zeitraums können anhand ihrer Werke beschrieben werden.